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Outplacementberatung

Eine Outplacement Beratung kann die Phase der beruflichen Neuorientierung deutlich verkürzen. Denn die oft üblichen hohen Abfindungen allein verschaffen zwar ein zeitliches Sicherheits- polster, nicht aber die benötigte neue berufliche Perspektive. Finden Sie mit Hilfe der Outplacement Beratung nur einen Monat früher eine neue Stelle, hat sich die Investition in der Regel bereits ausgezahlt - selbst wenn Sie nur die finanziellen Vorteile der Beratung betrachten.

Die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber ist emotional oft sehr stark belastet. Mit dem Arbeitsvertrag werden nicht nur eine Leistungserbringung dem Gehalt bzw. Lohn gegenübergestellt, sondern es wird auch Loyalität vom Arbeitnehmer und Fürsorgepflicht vom Arbeitgeber erwartet. Durch eine Outplacement - Beratung wird der Trennung die Dramatik und unerwünschte Eigendynamik genommen und gleichzeitig eine Zukunftsperspektive eröffnet. Outplacement mindert die oft horrenden Abfindungen, vermeidet leidige Klagen vor dem Arbeits- gericht und den Imageverlust, den die Abgänge inner- und außerhalb des Unternehmens bewirken. Somit ist Outplacement auch eine Investition in die Mitarbeiter, die bleiben.
Und wir begreifen es auch als eine Chance für die Betroffenen. Sie werden dabei frei für sich und für neue Berufs- und Lebensentscheidungen.

Vorteile für Arbeitgeber       


Outplacement setzt als Sozialleistung ein positives Signal für ausscheidende und verbleibende Mitarbeiter. Es hilft auch, den Arbeitsmarkt zu entlasten sowie den inneren sozialen Frieden und gleichermaßen die Produktivität zu sichern. Zudem ergeben sich folgende weitere Vorteile:
  • finanzielle Einsparung durch verkürzte Restlaufzeiten, da der zu Entlassende mit Hilfe von Outplacement in der Regel zügig eine neue Position besetzen kann
  • Verzicht auf leistungsmindernde Scheinlösungen
  • kein Aufschieben von Entscheidungen sowie
  • keine Bindung eigener Ressourcen.

Effiziente Beschäftigungssicherung

Eine erfolgreich durchgeführte Outplacementberatung umfasst in erster Linie die schnelle berufliche Neupositionierung von Führungskräften und Mitarbeitern, damit sie erst gar nicht den Status von Arbeitslosen bekommen. Für die betroffenen Beschäftigten bedeutet Outplacement eine zentrale Unterstützung auf dem Arbeitsmarkt. Sie sollen für die Bewerbung "fit" gemacht werden, erhalten für dieses Verfahren ausreichende Unterstützung. Diese benötigen sie auch, denn mit dem schnellen Wandel vieler Branchen verändern sich auch dafür die Regeln und Anforderungen an die Bewerber. Der marktnahe Beistand bewirkt:

  • Verkürzung des Suchprozesses
  • Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt
  • Objektive Einschätzung des Leistungspotenzials
  • Minimierung der Risiken
  • Benchmarking der Möglichkeiten am Markt
  • Nutzen der Beraterkontakte
  • Logistische Begleitung

Exzellente Chancen im Hinblick auf die optimale neue Positionierung entstehen durch eine umfassende Analyse der Qualifikation, des Leistungspotenzials und des Eignungsprofils der zu beratenden Klienten.

Hinzu kommt die individuelle und zielgerichtete Suche nach einer anderen, oftmals höher qualifizierten Tätigkeit oder einem Einstieg in die Selbständigkeit. Die Betreffenden profitieren hierbei auch von den umfangreichen Kontakten und Netzwerken der Outplacementberatung.

Zielgruppen

In früheren Zeiten galt Outplacement in erster Linie als Unterstützung im Top-Management. 
Da die Vorteile der fairen Trennung überwiegen, profitieren heute auch Manager der 2. und 3. Ebene, andere Fach- und Führungskräfte sowie gewerbliche Mitarbeiter davon. In der Regel bieten qualifizierte Beratungen unterschiedliche Module für die verschiedenen Gruppen an. Ein Top - Executive - Programm ist eine Einzelberatung auf höchster Ebene. Diese Personengruppe, die es gewohnt ist, umfangreichen Support vor Entscheidungen zu bekommen, benötigt in erster Linie ein erstklassiges Coaching, das ihnen den Weg zu einer Anschlussposition ebnet. Hier geht es um Selektionsinstrumente und Sondierungen, die auf gleicher Ebene eine Fortsetzung der Karriere ermöglichen und die eine klare Marktstrategie und sensible Umsetzung erfordern.
Die Einzelberatung ist zugeschnitten auf Fach- und Führungskräfte. Vorrangig erfolgt hier eine durch psychologische Managementdiagnostik gestützte Standortbestimmung, die Definition der persönlich adäquaten und marktseitig realistischen Zielposition, die Definition des Unter- nehmensumfeldes und eine entsprechende Begleitung in der operationalen Umsetzung der Marktstrategie. Die Dauer der Beratung sollte individuell abgestimmt werden, und zwischen 3 und 12 Monate betragen.

Muss ein Unternehmen viele Mitarbeiter ohne Führungsfunktion gleichzeitig entlassen, ist die Gruppenberatung ein probates Instrument. In der Regel werden bis zu 10 Teilnehmer in zwei- bis dreitägigen Seminaren mit Workshopcharakter auf die neue Situation vorbereitet. Die Seminarinhalte umfassen u.a. das Eingehen auf die persönliche Situation, die Ermittlung der Fähigkeiten und Stärken, die Erstellung des Lebenslaufes und ein Training mit allen operativen Aspekten des Bewerbungsprozesses. Die mehrmonatige Nachbetreuung, die auf individuelle Fragestellungen im laufenden Bewerbungsprozess eingeht, gewährleistet eine hohe Handlungs- und Platzierungssicherheit für den Klienten.

Prozessverlauf

Jede Outplacementberatung verläuft anders. Das ergibt sich aus den individuellen Voraus- setzungen und Möglichkeiten des Kandidaten, auf die der Berater selbstverständlich eingeht. Grundlegend lassen sich jedoch fünf Phasen unterscheiden, aus denen sich der Beratungs- prozess zusammensetzt. Die Beratung beginnt mit einer Analyse des Ist-Zustandes und der Bestimmung des angestrebten Zieles. In der zweiten Phase erstellen Berater und Outplacement - Kandidat eine Marketing- und Suchstrategie für das weitere Vorgehen. Anschließend erfolgt die Präsentation des Kandidaten auf dem Arbeitsmarkt. Die vierte Phase beschäftigt sich mit der Auswertung der Stellenangebote und einer Entscheidungsfindung. Die Beratung schließt, in der Regel, mit einer erfolgreichen Beendigung der Probezeit des Kandidaten in einem neuen Unternehmen ab.

Kosten

Die Kosten der Outplacementberatung trägt der Arbeitgeber des Entlassenen. Sie belaufen sich auf ca. 20 Prozent des letzten Jahresgehalts des betreffenden Mitarbeiters plus einer einmaligen Verwaltungsgebühr, die zwischen 1 000 und 3 000 Euro liegt. Das Beispiel mag verdeutlichen, dass durch eine Reduzierung der Restlaufzeit der Verträge die kompletten Kosten für die Outplacementberatung refinanziert werden können.

Beispiel:
Ein Klient hat einen Arbeitsvertrag, der bis zum 31.12.2003 läuft. Sein monatliches Einkommen beträgt 5 000 Euro. Die Kosten seiner Beratung liegen bei 12 000 Euro. Beginnt der Betreffende ab dem 1.7.2003 bereits an einer neuen Arbeitsstelle, "spart" das Unternehmen 6 Monats- gehälter.

Die Honorarstruktur von Gruppenberatungen hängt von der Anzahl der Teilnehmer, Dauer und Umfang der Maßnahme ab. Das durchschnittliche Honorar liegt zwischen 1 000 und 3 000 Euro pro Mitarbeiter. Bei sehr großen Projekten, die sich über viele Monate erstrecken, mehrere hundert Teilnehmer und aktive Arbeitsvermittlung umfassen, kommen unterschiedliche Tages- sätze in Anrechnung.

Fazit
Outplacement ist eines der erfolgreichsten personalpolitischen Instrumente bei der sozial- verträglichen Trennung von Mitarbeitern und deren Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. In den angelsächsischen Ländern, in denen es deutlich leichter ist, sich von Mitarbeitern zu trennen, ist Outplacement ein selbstverständlicher Service. Auch in Deutschland nimmt in den letzten Jahren die Akzeptanz der einvernehmlichen Trennung zu, da die Unternehmen Outplacement auch als Investition in die verbleibenden Mitarbeiter begreifen.

 

Zunehmend Outplacement – Beratung
  • Zehn Prozent der insgesamt 1 200 befragten Personalleiter bieten auch Nachwuchsführungskräften und 22 Prozent Fachkräften Outplacement an
  • In vier von zehn Unternehmen kann sich das mittlere Management mit Hilfe eines Outplacement – Beraters einen neuen Arbeitsplatz suchen, in jeder vierten Firma das
    Top – Management
  • 36 Prozent der Personalleiter handeln dabei aus sozialer Verantwortung
  • jeder vierte will auf diese Weise einen Imageverlust für das Unternehmen vermeiden
  • 18 Prozent erwarten, so Mitarbeiter zum Weggang bewegen zu können
  • Für 17 Prozent steht hinter dieser Zusage die Würdigung früherer Verdienste
  • Lediglich 5 Prozent wollen durch eine Outplacement – Beratung eine Klage verhindern

    Quelle: Capital, Ausgabe 8/2003, EVT 2.April, Studie der Medienakademie Köln